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Warum diese Initiative?

Leistet Politik eigentlich noch das, was die Bürger von ihr erwarten? Immer mehr Menschen zweifeln daran. Manche zweifeln sogar an der Effizienz unseres politischen Systems insgesamt. 

Woran liegt das? Liegt das daran, dass die Welt immer undurchschaubarer wird? Oder liegt das daran, dass sich die Welt der Bürger und Wähler auf der einen Seite und die Welt der Volksvertreter und Berufspolitiker auf der anderen Seite voneinander entfernt haben?

Diese Grenze zwischen Politik und Alltag war Anlass für die Gründung der initiative grenzgänge. Sie ist angetreten, große gesellschaftspolitisch relevante Themen aufzugreifen. Sie will die damit zusammen hängenden Sorgen und Probleme der Bürger in die Sprache der Politik übersetzen und umgekehrt die Sprache der Politik in die Alltagssprache der Bürger. 

Aber nicht nur von der Arbeit an dieser Grenze leitet sich der Name der Initiative ab. Mit Blick auf die zu behandelnden Themen geht es vor allem auch darum, gewohnte Sichtweisen der alltäglichen Diskussion zu verlassen und einen Dialog über Grenzen hinweg anzustoßen.

Getragen wird dies alles von der Überzeugung, dass Politik nicht nur eine Sache weniger Berufspolitiker ist, sondern die aktiver Bürger.

 
   

Was will die Initiative konkret?

Was ist der internationale Terrorismus und wie gefährlich ist er? Wie kommen Probleme im Zusammenleben mit fremden Kulturen zustande und wie lassen sie sich lösen? Warum gibt es Grenzen zwischen den Generationen und wie können sie überwunden werden? 

Solche und ähnliche Themen will die initiative grenzgänge aufgreifen. Zentrale politische Themen. Themen, die das Zusammenleben von Menschen betreffen. Vor allem das Zusammenleben in sozialen Grenzbereichen.

Die Initiative Grenzgänge will diese Grenzbereiche mit Projekten und Veranstaltungen („Grenzgänge“) auf lokaler Ebene in Münster sichtbar machen und so präsentieren, dass andere Menschen sich dafür interessieren und miteinander ins Gespräch kommen. Vor allem aber sollen die Grenzgänge dazu einladen, das vermeintlich Fremde kennen und verstehen zu lernen, um so Vorurteile jeglicher Art dies- und jenseits solcher Grenzen abzubauen.

Grenzen erfahren, sie erklären und sie überwinden. Das will die initiative grenzgänge ereichen.

 
   
Wer kann mitmachen?

Die initiative grenzgänge wurde im März 2002 ins Leben gerufen. Starthilfe hat sie von der SPD im Unterbezirk Münster bekommen, die im Rahmen eigener Reformbemühungen das Ziel bürgernaher Politik unterstützt. 

Die Initiative selbst arbeitet Partei übergreifend, losgelöst von Parteistrukturen und -vorgaben. Mitmachen kann insofern jeder, und zwar unabhängig von Parteizugehörigkeit und politischer Einstellung. Politische Vielfalt ist vielmehr ausdrücklich erwünscht.

Voraussetzung zum Mitmachen ist allein der Wille, die demokratischen Grundwerte zu akzeptieren und tolerant und offen gegenüber anderen Meinungen zu sein.

Besonders willkommen sind "Grenzgänger": Menschen, deren Biografien und Erfahrungen durch verschiedene Lebenswelten geprägt sind. Und auch Menschen, die bereit und willens sind, über den Tellerrand zu schauen und einen Dialog über die eigenen fachlichen Grenzen hinweg zu führen.

 
   
Wie soll das gehen?

Auch in organisatorischer und formaler Sicht bewegt sich die Initiative an Grenzen. Sie will keine neuen Hierarchien, Gremien oder Posten schaffen. 

Die Initiative setzt vielmehr ausschließlich auf bürgerschaftliches Engagement und auf den Willen jedes einzelnen zur Gestaltung des gemeinsamen Zusammenlebens im Dialog. 

Weg und Ergebnis der Initiative sind vorab ganz bewusst nicht bis ins letzte Detail umrissen, sollen vielmehr durch die Beteiligten selbst in einem offenen Prozess mit gestaltet werden.

 

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Die Gründungsmitglieder der Initiative Grenzgänge

Die Gründungsmitglieder der initiative grenzgänge (v.l.): Michael Vilain, Helga Heitmann, Michael Heidinger und Daniella Groothuis

Foto: Torsten Rademacher

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